Der entspannte Manager

Der ewig gestresste Manager gehört der Vergangenheit an. Chefs müssen heute nicht mehr rund um die Uhr greifbar sein. Es gilt im Sinne eines guten Work-Life-Rhythmus: Arbeite um zu leben. Zumindest scheint dies im Top-Management zu gelten. Erika Regnet, Professorin für Personal und Organisation an der Hochschule Augsburg hat in einer Studie 2018 die Arbeitsgewohnheiten von 500 Top-Führungskräften in Deutschland untersucht. Ergebnis: 87% bewerten ihre Leistungsfähigkeit als gut oder sehr gut.

Je höher man aufsteigt, umso weniger fühlt man sich gestresst. Klingt erst einmal überraschend. Doch scheint hier auch eine Entwicklung in Richtung Lebensqualität um sich zu greifen. Die Wochenarbeitsstunden von Führungskräften sind signifikant gesunken. Das liegt auch daran, dass Top-Führungskräfte im Gegensatz zum Mittelmanagement häufig noch über Sekretariat und Assistenz verfügen und damit über weniger Arbeitsverdichtung klagen. Zudem belastet der Druck Top-Führungskräfte weniger, auch wenn sie 50 oder 60 Stunden arbeiten, da sie selbstbestimmt arbeiten dürfen.

Die Studie konnte auch nachweisen, dass moderne Kommunikationsmittel, wie Collaboration Tools (WhatsApp, Slack) dabei unterstützen, mehr zu delegieren. Das entlastet und schafft Raum für wichtige und sinnhafte Aufgaben.

Selbstbestimmt arbeiten zu dürfen und das Gefühl der Selbstwirksamkeit gehören zu den wichtigsten Resilienzfaktoren. Also Faktoren, die die Widerstandskraft gegen Stress prägen.

Weitere wichtige Faktoren sind

Die soziale Unterstützung

Führungskräfte sind heute nur noch selten die einsamen Wölfe. Das Alphatier, welches scheinbar allwissend und mit unendlicher Weisheit á la Donald Trump entscheidet, setzt sich in komplexen Zeiten kaum noch durch. Führungskräfte sind heute viel mehr Teamplayer und erfahren dadurch wiederum soziale Unterstützung.

Die Akzeptanz der Krise

Spätestens seit es die Fuck up Hours gibt, ist Scheitern erlaubt. Damit ist das Scheitern eines Projektes auch kein persönliches Versagen mehr

Optimismus

Starke Führungskräfte hat eine optimistische Perspektive schon immer ausgezeichnet.

Die Wahrnehmung positiver Emotionen

Lob, Anerkennung, Wertschätzung, Freude helfen Stressoren wirksam zu parieren.

Positive Selbstwahrnehmung

Wie sehe ich mich und welche Grundhaltung habe ich mir gegenüber. Bin ich für mich selbst ok oder nicht ok? Liebe deinen nächsten wie dich selbst, so steht es schon in der Bibel. Nur wer sich selbst mag, ist in der Lage andere zu mögen.

Sinn

Wer das Gefühl hat, sein Leben und seine Arbeitszeit etwas wichtigem, einer großen Sache, einer Vision zu widmen, erfährt sein Leben als sinnhaft.

Wie ist es um Ihre Resilienz bestellt?

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